La Linea

Fast drei Wochen waren wir nun in Ungarn, Slowenien und kurz auch in Österreich. Eine schöne Zeit, unsere Freunde und die Kinder haben uns besucht, nach so langer Zeit zu zweit waren die Abende im vertrauten Kreis etwas Besonderes. Nach einem wunderbaren Spätsommer ist es in Ungarn Herbst geworden, sonnige Tage aber schon kühl. Es ist die richtige Zeit wieder nach Südspanien zurück zur KALI MERA zu reisen. Auch in La Linea ist es am Abend schon jeans- und pulloverfrisch, aber die Tage sind sommerlich warm. An Board wird nun wieder „gehämmert und geschraubt“, für die letzten noch ursprünglichen Elektronik-Komponenten ist die Zeit gekommen, in den Ruhestand zu treten. Radar und Plotter werden ausgetauscht, alles geht gut und dauert doppelt so lang als geplant, und dann geht noch ein halber Tag drauf, den Wasserhahn an Tadejas Waschtisch zu tauschen, das Zeug ist so eng und verbaut, dass man dafür einen maximal 8-jährigen voll ausgebildeten Feinmechaniker mit Gummihänden brauchen würde, um das zu montieren. Letztendlich funktioniert dann alles, aber ich würde gerne den Konstrukteur dazu verurteilen, 138 Wasserhähne zu tauschen und dazu noch die Lampen von 19 Nebelscheinwerfern eines VWs zu ersetzen. Da würde ich gerne zuschauen und Kommentare abgeben, schon der Gedanke daran versöhnt mich mit der Welt. Wir treffen zum Abendessen Rugine und Simon von der MOONSHINE und auch noch Judy und Bill von BEBE, die nach dem alten Henry Amel wohl bekanntesten Amel-Segler der Welt, und verbringen eine nette Zeit. Immer öfters treffen wir „alte Bekannte“, jetzt haben sich die Urlaubs-Segler von den Fahrtenseglern getrennt, wir sind alle in die gleiche Richtung unterwegs. In La Linea hat sich unser Steg gefüllt, einige Schiffe sind dazugekommen und fast alle machen sich für die Weiterfahrt zu den Kanaren bereit, es herrscht schon Aufbruchsstimmung. Fleißig wird überall repariert und verproviantiert, Wäsche gewaschen und das Schiff reisefertig gemacht. Auch wir wollen weiter, allerdings nicht direkt zu den Kanaren sondern zuerst nach Marokko, für eine ausgedehnte Besichtigungstour. Das Wetter ist günstig, also wird noch ausgiebig eingekauft und dann geht’s weiter auf den Atlantik.

PS: Zwischenzeitlich sind wir wohlbehalten in Rabat / Marokko angekommen und haben den Atlantik hautnah erlebt, jetzt wird erst einmal geschlafen…

La Linea - Aufbruch zum Einkauf

La Linea – Aufbruch zum Einkauf

La Linea - Blick auf Gibraltar

La Linea – Blick auf Gibraltar

La Linea - Asinus Clitellarius auf Drahtesel

La Linea – Asinus Clitellarius auf Drahtesel

La Linea - Strandpromenade

La Linea – Strandpromenade

La Linea, Abendstimmung in der Marina

La Linea, Abendstimmung in der Marina

Marokko - Fahnentausch

Marokko – Fahnentausch

Strasse von Gibraltar - die professionelle Delphinanlockerin

Strasse von Gibraltar – die professionelle Delphinanlockerin

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8 Responses to La Linea

  1. Moritz Baier sagt:

    Ich freue mich zu lesen was ihr immer so treibt!
    Handbreit und fair winds. 🙂

  2. Helmut Dalik sagt:

    seid Ihr schon ausgeschlafen?
    Wie war die Überfahrt?
    Umarmung,
    der Neugierige

    • herbert sagt:

      Lieber Helmut, sind gerade wieder aus Fes zu KALI MERA zurückgekommen und bleiben wieder ein paar Tage hier in Rabat. Die Überfahrt war problemlos, die Einfahrt in Rabat „aufregend“, es ist schon etwas anders als das Mittelmeer. Plötzlich sind Gezeiten und solch fremdländisches Zeugs zu berücksichtigen, das haben die mit dem Atlantik nicht so geschickt gemacht wie wir mit dem Mittelmeer… Alles Liebe an Alle

  3. Daniel Frey sagt:

    Ihr Lieben
    Gratuliere zur tollen Leistung! Sieht alles toll aus.
    Bin natürlich wie immer an den Details interessiert:

    „… für die letzten noch ursprünglichen Elektronik-Komponenten ist die Zeit gekommen, in den Ruhestand zu treten. Radar und Plotter werden ausgetauscht, …“

    Darf ich fragen, was Du gekauft hast?

    Und: auch bei mir hat alles viel länger gedauert als geplant. Aber die Ersatz-Wantenspanner gehen diese Woche raus. Sorry für die unmöglich lange Wartezeit.

    Alles Liebe und Gute aus Zürich – Daniel

    • herbert sagt:

      Servus daniel, schön von Dir zu lesen. Ich hatte ja die alte e-serie mit aussen einem e80 und innen einem e120 sowie dem pathfinder raymarine 2kw radar. Leider ist das e120, an dem das radar gehängt ist, immer wieder ausgefallen, dürfte zu sensibel auf spannungsschwankungen sein, jedenfalls habe ich mich nun so lange geärgert dass ich den ganzen krempel ausgetauscht habe, wollte nicht ohne radar hier unterwegs sein, ein e7 mut einem digitalen radar und für aussen verwende ich das ipad, damit lässt sich der plotter fernsteuern. Geht sehr gut. Wenn Du gebrauchte teile brauchst dann lass es mich wissen, wenn Du neu ausrüsten möchtest dann ebenfalls, schreib mir bevor Du was kaufst. Kann dir auch bilder schicken. Ist sehr gut geworden.

      Die wantenspanner wären super noch jetzt weil unsere kinder in zwei wochen auf die kanaren kommen und uns dann das mitnehmen können, wäre super wenn sich das noch in der woche ausgeht damit sie es nächste woche haben.

      Alles ok in der türkei, schwimmt die HEUREKA noch 😉

      Danke, lg aus rabat

  4. Daniel Frey sagt:

    Ihr Lieben

    Ihr beide stürmt ja sämtliche AMEL-Blogs… Vgl. Eintrag vom 16. Okt. 15, bin per Zufall drauf gekommen…

    http://svbebe.com/

    Gerne, Herbert, wäre an ein paar Bildern interessiert. Habe auch sonst die eine oder andere Frage. Sollen wir das hier machen oder über Email?

    Beste Grüsse – Daniel

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