Dominica – low cost Wanderung

Nach so vielen Inselrundfahrten und geführten Touren steht uns der Sinn zwar weiterhin nach Bewegung und nach Neuem, aber diesmal wollen wir endlich ganz alleine und auf uns selbst gestellt bleiben. Wir laden uns einen GPX Track auf unser Garmin und stapfen direkt in Portsmouth los, wandern den Round-The-Island Trail bis hinauf an den Nordspitz von Dominica.  Aus den geplanten vier Stunden sind dann sieben geworden, eine wunderschöne und auch durchaus anstrengende Wanderung durch den Urwald, den Strand entlang aber auch über die verkehrsarme Landstraße, bergauf und bergab. Wo auch immer wir Menschen treffen werden wir freundlich begrüßt, einmal kaufen wir in einer Garage am Straßenrand (mit der Aufschrift „Bar“) frisches Obst und Gemüse, die Kokosnuss bekommen wir als Wegzehrung geschenkt, frisch ausgenommen und entgrätet. Als wir zahlen wollten bekommen wir zur Antwort „No Money, no Money! Money is nothing, I do not need it. When I die, I will die alive!“. Dominica gefällt uns besonders gut, hier herrscht eine Ungezwungenheit und heitere Fröhlichkeit, hier gehen wir nur mit Wasser und Proviant bewaffnet wandern und fühlen uns sicher, hier haben die Leute trotz der Armut eine so positive Ausstrahlung, dass wir uns richtig „geborgen“ fühlen. Hier werden keine Dinghis als Schutz gegen Diebstahl abgesperrt, hier soll man die Schlösser und Stahlseile ruhig im Boot lassen und die normale Leine nehmen, sonst können die Dinghis bei plötzlichem hohen Schwell von den Boatboys nicht an Land gezogen werden, damit sie am Dinghi-Steg nicht wund gescheuert werden.

Der bunte Markt am Samstag und Sonntag ist eine Augenweide, hier kauft man lokal, frisch und exotisch, und das zu Preisen, die das Seglerherz höherschlagen lassen. Statt unseren Frühstücks-Tee trinken wir morgens am Markt frische Trink-Nüsse, fangfrische Marlin-Filets wandern vom Fischmarkt in unseren Kühlschrank und am Abend auf die Teller. Es sind angenehme Tage hier, die Zeit vergeht schneller als geplant und die geplante Woche haben wir deutlich überzogen wenn wir morgen mit dem angesagten passenden Wind nach Guadeloupe weitersegeln.

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