Pedregal

Pedregal ist der Hafen von David, der drittgrößten Stadt Panamas, ungefähr so groß wie Salzburg, die sich in einiger Entfernung vom Meer im Landesinneren befindet. Pedregal dagegen liegt, wie es sich für einen Hafen gehört, am Meer, zumindest in gewisser Weise. Wer dort aber ein Hafenbecken, eine Mole, Wellenbrecher, Leuchtturm etc. erwartet, der hat sich gründlich getäuscht. Auch Pedregal liegt im Landesinneren und ist durch ein Gewirr an Wasserstraßen erreichbar. Es gibt drei Einfahrten von offener See, jede mit ihren Eigenheiten. Die erste, große, nördliche, hat ein eine Sandbank davor auf der sich die Wellen brechen, sieht zwar auf der Karte schön aus, ist für uns jedoch unmöglich zu passieren. Die zweite, bei Boca Brava, hat auch vorgelagerte Sandbänke, deren Position sich immer wieder ändert, die Einfahrt ist nur für Mutige, so sagt man uns (ich würde nun sagen nur für Tollkühne, nachdem wir uns das angeschaut haben). Mutig sind wir nicht, also bleibt nur noch die Dritte, Boca Chica, dort gibt es aber neuerdings eine Hochspannungsleitung mit einer Durchfahrtshöhe von 18 Metern, unser Mast hat inklusive Antenne 18,70 Meter, also fährt auch da keine Kali Mera mehr durch. Immerhin gibt es bei Boca Chica noch vor der Stromleitung einen sicheren Ankerplatz, an dem wir unser Boot auch einmal einen Tag alleine lassen können um nach Pedregal auf anderem Weg zu gelangen – dorthin wollen wir nämlich, hier sitzen die Offiziellen, die uns die Ausreise aus Panama genehmigen werden: Immigration, Zoll und Hafenkapitän.  

Boca Chica und Pedregal

Nach Pedregal gibt es von Boca Chica aus Busverbindungen, kein Problem. Aber wir haben ein Dinghi, und warum nicht mit dem Dinghi einmal eine längere Reise machen? Also packen wir zusammen, betanken unseren Reservekanister, nehmen eine Flasche Wasser, unser Tablet mit den Seekarten, die Bootspapiere und den Leatherman mit, der ist bei Ausflügen meistens dabei.

Um 13:30 haben wir Termin bei der Immigration, um 14:30 ist Niederwasser, also müssen wir gegen die ablaufende Tide fahren, der Gegenstrom hat einige Knoten und mit Wind gegen Welle wird es etwas ruppig. Im ruhigen Wasser und mit leerem Magen läuft das Dinghi fast 20 Knoten, dennoch brauchen wir inklusive Tankstop fast drei Stunden bis wir am Ziel sind (es sind etwas mehr als 20 Meilen). Das Wasser ist trüb, man sieht schon bei 11 cm Wassertiefe zuverlässig keinen Grund mehr, die Seekarte ist ungenau und überall gibt es Sandbänke, die Navigation ist alles andere als einfach. Viele Stellen haben laut Seekarte noch 30 cm Wasser, aber das macht nichts, weil man sieht eh nicht wie tief es ist. Ich danke allen Göttern der Sümpfe und der gestrandeten Schiffe, dass unser Mast nicht 17,90 Meter hoch ist, eventuell wären wir – unserem Segelguide folgend – wirklich mit der Kali Mera in dieses Labyrinth hineingefahren, ein Albtraum. So sind wir wenigstens nur mit dem Dinghi High Speed auf eine (unsichtbare) Sandbank aufgelaufen. Ich habe Blasen auf den Fingern, Festhalten heißt es bei der Ruderpinne.

Die Landschaft ist ganz besonders, es erinnert uns an die Seenlandschaft Nordirlands ergänzt um Mangroven, sogar Kühe sieht man an den Berghängen weiden, sehr idyllisch. Aber die meiste Zeit können wir uns nicht auf die Schönheit der Natur um uns konzentrieren, mit der Karte in der Hand suchen wir unseren Weg durch das kaffebraune Wasser, im Blindflug und voller Hoffnung, dass die Karte einigermaßen stimmt. Immer wieder müssen wir einen Stop machen, weil Blätter die Ansaugung fürs Kühlwasser verlegen. Wenn neben uns plötzlich Delphine auftauchen, dann wissen wir, dass es sicher tief genug ist (zumindest neben uns, so ein Delphin hat auch nicht viel weniger Tiefgang als wir).

Physisch und psychisch beeinträchtigt kommen wir in Pedregal an, vertäuen unsere Gummi-Yacht in der Marina (so was gibt es hier tatsächlich, unglaublich, ob die Boote hier alle mit dem Hubschrauber eingeflogen wurden?) und erledigen die Formalitäten. Eineinhalb Stunden lang werden von den überaus freundlichen Beamten Zettel ausgefüllt, es wird gestempelt dass es eine Freude ist, dass unser Cruising Permit schon abgelaufen ist wird zwar angemerkt aber dann freundlich übersehen (500 USD Strafe kann da auch blühen) und wir erhalten alle Ausreisedokumente. Wegen der bekannt freundlichen Offiziellen haben wir uns ja auf den Weg nach Pedregal gemacht, im nächsten Port of Call sollen sie eher unangenehm sein, unsere Rechnung ist aufgegangen.

Nach einer kurzen Stärkung im Marina-Restaurant geht es wieder zurück nach Boca Chica, der Tank erhält frisches Benzin aus dem Reservekanister, und los geht es. Die Tide ist zwischenzeitlich gekentert, es gibt Niederwasser und die Strömung ist wieder gegen uns. Der Wasserstand ist nun noch mindestens einen Meter niedriger (es gibt fast vier Meter Tide in den Flüssen und Seen und dementsprechend starke Strömungen), aber Strömung und Wind kommen aus derselben Richtung, damit sind die Wellen weg. Flott geht es nun zurück, wir zischen durch die braune Suppe und hoffen inständig, dass wir nicht aufsitzen.  Einmal werden wir von der Küstenwache gestoppt, in Uniform und Kampfausrüstung, sie wollen unsere Schwimmwesten sehen, die sind anscheinend Pflicht, so wie bei uns der Sicherheitsgurt. Wir haben keine dabei und wie immer übernimmt Tadeja die Verhandlung mit den Respektspersonen, da schmelzen sie alle dahin und ich sage am besten nix, so auch diesmal. Auf unsere Versicherung hin, dass wir gut schwimmen können, dürfen wir weiterfahren.

Nach einer guten Stunde haben wir mehr als die Hälfte vom Rückweg geschafft, der Akku vom Tablet geht langsam zu Ende, die Sonne neigt sich dem Horizont zu, und um die Idylle nicht durch Lärm zu stören beschließt der Motor auszusetzen. Noch nie hat er uns im Stich gelassen, gerade jetzt, weit entfernt von jeder menschlichen Seele, mag er partout nicht mehr. Kaum ist es ruhig, kommen große Delphine zu uns, schwimmen um uns herum und machen Tadeja Mut. Vielleicht haben sie uns auch nur ausgelacht.

Ich mache mich an die Fehlersuche (habe immerhin den Leatherman als Universalwerkzeug dabei) und prüfe Schritt für Schritt die einzelnen Komponenten. Eigentlich müsste alles funktionieren, Benzin ist da, Zündung geht, Zündkerzen ok, Kühlung läuft, nur Anspringen will er nicht. Es könnte verunreinigtes Benzin sein, wir haben ja frisch getankt, vielleicht Wasser im Treibstoff? Ich entwässere den Vergaser, putze die Zündkerzen, schimpfe wie ein Rohrspatz und bitte den lieben Motor endlich anzuspringen.  Wie man in den Wald ruft so kommt es zurück, auf freundliche Worte reagiert er schließlich. Nix wird es anscheinend mit dem gemütlichen Übernachten im Dinghi in den Mangroven, nur wir zwei, der Mond, Krokodile und 10.000 blutdürstige Sandfliegen. Aber noch besteht Hoffnung, weil nach kurzer Zeit ist es wieder aus und vorbei mit der Motorisierung, diesmal spritzt Benzin aus dem Motor und er röchelt nur noch so dahin. Deckel abnehmen, die Bescherung sehen und meine paar verbliebenden Haare raufen, das hab ich nun zu tun. Ich habe die Benzinablassschraube nicht gut angezogen, sie hat sich gelöst und ist irgendwohin verschwunden. Wir suchen, wir finden, wir versuchen das Ding wieder anzuschrauben, sie fällt hinunter und versteckt sich wieder, wir suchen und holen sie wieder heraus, sie verschwindet wieder, dieses lustige Spiel spielen wir dann eine halbe Stunde bis die teuflische Schraube endlich dort sitzt, wo man sie auch wieder hineinschrauben kann. Unser Leatherman ist nicht unbedingt ein „feinmechanisches Werkzeug“ und den Platz für die Schraube hat sicher ein Designer gefunden, der sonst für Scheinwerfer der modernen Autos zuständig ist, bei denen man den Kühler demontieren muss, um die Glühbirnen zu wechseln.

Jedenfalls läuft „der Murl“ wieder, so ein sonores angenehmes Klingen eines Zweitakters, keine Spur von Lärm, eine Wohltat wenn man ihn hört und den Sandfliegen die lange Nase zeigen kann. Was gibt es schöneres als gesundes Motorengeräusch in der Wildnis? Zurück geht’s nun in maximalem Tempo, das Tablet hat nur noch ein paar Prozent Akku und wir schalten es nur mehr hin und wieder zur Kontrolle ein, hier verirrt man sich leicht.  Alles wird gut, pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir nach über 80 km Dinghi-Fahrt am Ankerplatz, wir haben erfolgreich ausklariert, das Tablet hat 2% Restladung, der Motor schnurrt und ich bekomme ein kaltes Bier zur Erstversorgung und danach eine großartige Sundowner Cocktail – Komposition von Tadeja als Belohnung.

Morgen geht’s weiter, Schau ma mal…

Besuchszeit

Die Crew der KALI MERA ist gewachsen, Sascha und Julian begleiten uns für eine gute Woche auf der Fahrt nach Norden. Von den „Las Perlas“ aus geht es in einer Nachtfahrt um das „böse Kap“, und dann in kurzen Tagesritten bis Santa Catalina. Im Golf von Panama schiebt uns kräftiger Wind nach vorne, danach kommt der Motor häufig zum Einsatz, es ist schwachwindig und – wie im Mittelmeer – unbeständig mit wechselnden Richtungen. Vorbei ist die Zeit des beständigen Passatwindes, bei dem die Maschine nur zum Einsatz kommt, wenn der Anker geholt wird. Wir haben im letzten Monat nun schon mehr Motorstunden als in einer ganzen Karibik-Saison.

Wind gibt es wenig, dafür umso mehr Fische. Regelmäßig rauscht die Angelleine aus, der schuppige Gott der Fischer meint es gut mit uns und versorgt uns reichlich, von Tuna über Jack bis zum Kingfish, alles zappelt am Haken. Die Gefriertruhe ist voll, unsere Bäuche auch, Tadeja hantiert in der Kombüse zwischen ihren Gewürzdöschen und Vorratsboxen wie eine mittelalterliche Alchimistin und zaubert täglich neue Köstlichkeiten auf unseren Tisch, Fisch in allen Variationen, gegrillt, gekocht, im Curry, gebraten, als Aufstrich und als Suppeneinlage. Wenn die Sonne sich dem Horizont entgegenneigt da füllt sich das Cockpit auch schon mit den Duft von exotischen Früchten, zartem Gemüse und frischem Fisch.

Julian und ich sind für das Schlachten der Trinknüsse zuständig, und da zeichnen wir uns durch Geschicklichkeit, Kreativität und Engagement aus. Die erste Nuss bearbeite ich am Vordeck mit der großen Machete, die wir im Dschungel gefunden haben, es sieht an Board aus wie in einem Sägewerk, und zu allem Überfluss macht das Zeug an Deck Flecken, hartnäckige Flecken, Flecken die erst am nächsten Tag erscheinen und dann auch bleiben wollen. Tadeja ist stolz auf mich. Die nächste Nuss wird daher nicht im Samurai-Stil geschlachtet sondern nach einer Idee von Julian mit der Bohrmaschine bearbeitet. Mit chirurgischer Präzision fräst sich der Bohrer aus Spezialstahl in die weiche Nuss, und alles wäre gut gegangen, wäre da nicht so ein Überdruck in der Nuss, dass der Inhalt durch das frische Bohrloch in einer Fontäne nach oben spritzt, mir direkt ins neugierige Auge und dann über den ganzen Julian, der daraufhin wie eine Blaschke-Kokoskuppel aussieht. Wieder heißt es putzen.

Delphine sind auf der Fahrt und auch auf den Ankerplätzen unsere ständigen Begleiter, wir sehen Buckelwale und einen großen Hai, immer wieder katapultieren sich Rochen aus dem Meer meterhoch in die Luft, es ist sehr lebendig hier, im Wasser, rund um uns.

Den Coiba Nationalpark besuchen wir nicht mit der KALI MERA sondern wir buchen in Santa Catalina eine Tauchtour zu diesem Hotspot des Unterwasser-Lebens, der Flaniermeile der Großen, Bissigen und Bunten. Wir sparen uns damit die exorbitant hohen Ankergebühren und sind einmal richtige Touristen, sehr bequem. Der Tauchgang ist spektakulär, es wimmelt von Haien, großen Groupern, bunten Fischschwärmen, Manta-Rochen, farbenfrohen Rifffischen, Schildkröten und Lobstern, Sascha und Julian sehen bei ihrer Schnorcheltour zwischen den Haien auch noch Muränen. Noch nie konnten wir eine solche Fischvielfalt erleben wie hier, einfach grandios. Auch auf den weiter nördlich gelegenen Inseln, außerhalb des Nationalparks, ist das Schnorcheln wie ein Besuch im Haus des Meeres. Zwischenzeitlich ist auch das Wasser klar geworden und die Meeres-Temperatur ist von 22 Grad auf 29 gestiegen. Humboldt-Strom ade.

Ab Santa Catalina sind wir wieder zu zweit am Boot, Sascha und Julian bereisen Panama noch am Landweg, und bei uns geht es weiter nach Norden, wir müssen ausklarieren und wollen nun zügig weiter nach Costa Rica, der Schweiz Mittelamerikas…

Die letzten Tage im Atlantik

Der Wechsel vom diesmal im Schnee versunkenen Österreich auf die andere Seite der Erdkugel, in unser schwimmendes Zuhause, vollzieht sich immer sehr schnell. Wie eine Zeitreise in einen anderen Raum mit anderen Gesetzen, doch mir nicht mehr fremd – mit all ihren Farben, Geräuschen, Gerüchen, Menschen und deren Lebensgewohnheiten ist mir diese Welt inzwischen vertraut geworden. Alles ist anders hier, und ich liebe es genauso wie zu Hause.

… zwischen Himmel und Erde …

Ich möchte keine der zwei Welten missen, und in gewisser Weise ist es, als lebte ich in beiden zugleich. Parallelwelten, die in mir ihr verwoben und beide mein geworden sind. Während der Kontakt im Außen über die Entfernung hinweg durch die Technik ermöglicht wird, halten meine Gedanken und mein Herz die innerbindung aufrecht.

Immer wieder stelle ich mir vor, wie das früher wohl gewesen sein mag, als die Menschen in die ferne Fremde, ins völlig Ungewisse aufgebrochen waren. Wenn wir heute mit unserem Segelschiff auf Land treffen und anlanden, wie es in der Seglersprache so schön heißt, weisen uns hochmoderne Instrumente den richtigen Weg, sie wissen, wo es Untiefen gibt, wo und wann gefährliche Strömungen vorherrschen, wo es windgeschützte Ankerplätze gibt und wie weit wir uns dem Land nähern können, ohne Gefahr zu laufen, aufzusitzen. Noch dazu nutzen wir die Wettervorhersage, um Sturm oder ungünstige Wetterlagen möglichst zu meiden oder ihnen zumindest auszuweichen.  Früher hatte man all das nicht zur Verfügung, man musste sich aufs Auge und das Gefühl, natürlich auch einige mechanische Werkzeuge wie das Handlot zur Messung der Wassertiefe verlassen – viele Schiffe kamen niemals an; viele andere mussten, schon das Ziel vor Augen, ohnmächtig mitangesehen haben, wie ihre Galeonen samt Besatzung im Sturm an den Klippen zerschellt sind. Doch wie die Geschichte uns lehrt, haben es gar nicht so wenige auch geschafft – raue, harte Männer, die dem Leben, dem Wind und dem Wetter die Stirn geboten haben (Herbert fühlst sich sofort angesprochen!)– es muss ihnen wie ein Wunder erschienen sein. Angeführt wurden sie von einem, der seiner Vision folgte…

Amerikabrücke über den Panamakanal

Ja, wir haben etwas Großes vor. In den Tagen der Vorbereitung auf den bevorstehenden Transit durch den Panamakanal vom Atlantik in den Pazifik ist viel zu tun.

Dennoch bleibe ich in ständiger Verbindung mit dem nur fünf Minuten entfernten Regenwald und nutze jede arbeitsfreie Minute für einen Abstecher in den Regenwald, um die Affen zu besuchen, Faultiere und Vögel zu beobachten – inzwischen weiß ich, wo sie zu finden sind. Wie zum Beispiel mein Lieblings-Faultier Slotty, der seit Jahren in einem Blätterbaum mitten in der Marina lebt und sich, um zu fressen, nur ein bisschen strecken muss.

Der Regenwald ist ein besonderer Ort. Feucht und heiß, und trotzdem bietet der Schatten Erfrischung. Uralte Bäume mit dicken verknorpelten Stämmen und spitzen Dornenrinden, an denen dicke Lianen herabhängen, sich Philodendren emporwinden und Orchideen angesiedelt haben, unter deren Wurzeln und Rinden sich Riesenkäfer und bunte Krabben verstecken, scheinen Geschichten aus vergangenen Jahrhunderten zu erzählen.

ein Nest

Man spürt und hört es, überall rundum ist Leben, das vom Geräusch der menschlichen Schritte für Augenblicke erstarrt.  Man muss geduldig sein im Regenwald, warten, bis sich die Tiere, von Neugier getrieben, von sich aus nähern, auf das Geräusch von schwingenden Ästen und knackenden Zweigen hören, dann weiß man, die Affen sind da.

… die Affen kommen

Man lernt, ihre Laute von der Sprache der Vögel zu unterscheiden, die meist unsichtbaren Vögel zu sichten,

… im Ausguck

und wenn man Glück hat, läuft ein Ameisenbär mit seiner Familie quer über die Straße oder ein Nasenbär raschelt im Unterholz. Aber meistens sind die Waldbewohner scheu, genauso wie die vielen Giftschlangen und Giftfrösche, denen man am besten gar nicht erst begegnet. Angeblich haben Arbeiter in der Nacht hier in der Nähe sogar einen schwarzen Panther gesichtet. Tatsächlich beheimaten die mittelamerikanischen Tropen Wildkatzen wie Jaguare, doch meist sind sie tiefer im dichten Gehölz auf der Jagd.  Da, Fruchtschalen fallen vom Baum – und das suchende Auge findet schon bald das dafür verantwortliche Eichhörnchen, das flugs mit seiner Beute davonläuft.

Beim Herumstreunen zwischen den amerikanischen Militärgebäuden, die ehemals zum Schutz des Kanals errichtet wurden und nach dem Abzug der Amerikaner und der Übernahme der Kanalverwaltung durch die Panamesen aufgelassen und dem zunehmenden Verfall preisgegeben wurden, mache ich einen Fund! Hinter der einstigen Kirche lagen doch tatsächlich dicke Mahagonibretter, die beim „Aufräumen“ einfach auf einen Schutthaufen hinter die Mauern geworfen wurden –

… braucht wohl niemand mehr …

wunderschönes, rotbraunes, weihrauchgetränktes, tausendmal bebetetes Edelholz. Das könnte Herbert doch brauchen (Robert wäre stolz auf mich!)

… ab mit der Beute!

– und tatsächlich bekomme ich unter anderem ein wunderschönes Mahagonikisterl für mein Gemüse – es muss jetzt schon an ausreichend Lagermöglichkeiten für das Proviantieren unserer 5-6-wöchigen Fahrt über den Pazifik gedacht werden.

Gemeinsam nutzen wir ein paar arbeitsfreie Stunden für eine Fahrradtour zum Fort Lorenzo, die direkt durch den Urwald führt.  In einer kleinen Lichtung neben der Straße sehe ich immer wieder Agutis, niedliche pflanzenfressende Nagetiere – ein leckes Wasserrohr lockt sie wohl an – ja sie sind auch heute wieder da! Etwas tiefer im Wald veranstalten die Brüllaffen ein Konzert für uns, das sich hören lassen kann, man wähnt sich mitten in einem Horrorfilm! Für den Lärm, den sie machen, sind sie verhältnismäßig klein, bestimmt nicht größer als einen halben Meter. Beim Fort angekommen, erwartet uns ein weiteres Konzert – die katholische Jugend übt eine Vorführung für hohen Besuch ein, der ganz Panama in höchste Aufregung versetzt – der Papst hat sich angekündigt!

… auch im Ausguck

Wir lassen den Blick vom hoch über dem Meer gelegenen, viermal angegriffenen und nach dem letzten Beschuss im 18. Jh. nie mehr aufgebauten Fort Lorenzo über die Klippen und die Ufer des Rio Chagre, der hier ins Meer mündet, schweifen.

Befestigungsanlage

Natürlich wird die Flussmündung ausgiebig nach möglichen Krokodilen untersucht – diesmal nichts. Dafür – wieder im Regenwald – geradezu unmöglich – erblicke ich hoch in den Baumkronen eine grüne Mamba, die sich direkt über mir von einem Baum zum nächsten schlängelt – ihr Kopf kommt hervor, sie visiert ihr Ziel an, streckt sich und gleitet sozusagen durch die Luft zum nächsten Ast, an dem sie Halt findet; dann folgt der Körper, der immer dicker wird und gar nicht aufzuhören scheint, bis mit einem leisen Schlag auch die Schwanzspitze verschwindet. Ich bin atemlos – eine grüne Mamba! (Später werde ich von Christian, einem österreichischen Biologen und Photographen von der IMAGINE belehrt, die gäbe es nur in Afrika und es sei nur eine schwach giftige panamaische Papageienschlange gewesen…)

Die „Grüne Mamba“

Mit Christian haben wir übrigens auch eine spannende Nachtwanderung durch den Urwald erlebt, unerschrocken bahnte er uns den Weg durch die Dunkelheit. Mit Stirnlampen gerüstet haben wir verlassene Gebäude erkundet, große Raubspinnen und spannende Insekten auf der Unterseite von gelöcherten Blättern entdeckt

Raubspinne 1
Raubspinne 2

und hin und wieder ein Tier aufgeschreckt, doch außer einem Rascheln des davoneilenden Ungeheuers nichts mehr entdecken können. Der Urwald bei Nacht – es war großartig, allein hätte ich mich das nie getraut.

Mein Slotty im Marinabaum ist leider von einem Tag auf den anderen verschwunden und nicht wieder zurückgekehrt – angeblich verlassen sie manchmal ihre adoptierten Bäume und suchen sich ein neues Zuhause.

letzte Aufnahme von meinem Slotty

Sie können aber bei ihrem wöchentlichen Toilettengang, wozu sie den Baum verlassen müssen, auch zur leichten Beute anderer Tiere werden. Ich hoffe, er ist nur umgezogen… Zum Trost habe ich einige andere im Wald entdeckt, sie sind meist schwer zu erspähen!

Faultier ganz hoch oben

Leider ist die Natur auch hier nicht unberührt geblieben, obwohl es immer mehr Nationalparks über und unter Wasser gibt. Wenn man so nah an der Natur und mit ihr lebt, ist man auch unmittelbar mit den Auswirkungen der Umweltverschmutzung konfrontiert. Der Umweltschutz und die Abfallentsorgung bedarf hier noch einiges mehr an Bewusstseinsarbeit und Erziehung. Zum Beispiel der Hausmüll, den ich zu Hause peinlich genau trenne, geht ungefiltert und fast überall ungetrennt in den Einheitscontainer – wenn überhaupt. Das, was wir wegwerfen, ist hier genauso nah und unmittelbar wie die Umwelt selbst. Wenn ich das Schiff putze, gehen die Chemikalien direkt ins Meer und werden nicht durch eine Mach-Wieder-Sauber-Kanalisation geleitet, in der Werft wird mit giftigsten Stoffen gearbeitet, und es ist nicht zu vermeiden, dass sie vom Meer und dem angrenzenden Regenwaldboden aufgesogen werden. Ich könnte mich damit trösten, die Auswirkungen des privaten Yachtverkehrs wären im Vergleich zur Handelsschifffahrt vernachlässigbar – aber es ändert nichts daran – hier ist es viel schwerer, darüber hinwegzusehen. Plastikmüll und alles, was nicht mehr gebraucht wird, wird einfach weggeworfen – die Müllcontainerkultur hat sich noch nicht herumgesprochen.

‚fortschrittliche‘ Mülltrennung

Aber ist durch unsere Mülltrennung und Abfallwirtschaft wirklich so vieles besser geworden? Lässt sich damit unser Großverbrauchertum rechtfertigen? Wird uns damit nicht nur der Blick für die Ausmaße der Verschmutzung verstellt und vorgaukelt, alles würde umweltgerecht entsorgt werden? Unsere ‚sauberen‘ Straßen, die von tausenden Autos befahren werden, unser maßloses Konsumieren, das uns in hygienisch makellosen Geschäften mit gut sortierter Markenware als erstrebenswertes Lebensziel angepriesen wird, attraktiv verpackte Lacke, Lösungsmittel, Öle bis hin zu radioaktiven Stoffen, Giften und Medikamenten, die ‚ordnungsgemäß‘ in Drittländern entsorgt werden, lassen uns nicht sehen, wie sehr jeder einzelne von uns an der Umweltverschmutzung mitverantwortlich ist. Es tut mir fast körperlich weh, wie wir mit unserem Lebensraum, unserer Erde umgehen und kaum globale Lösungen angeboten werden. Wenn wir, die Segler, zur Selbstinitiative greifen und eine Insel von Müll befreien, indem wir den herumliegenden Müll einsammeln, zusammentragen und die unterschiedlichsten Kunststoffverbindungen einfach verbrennen, fragen wir uns, was die bessere Alternative ist – alles liegenzulassen und zuzuschauen, wie die Kleinstpartikel im Magen der Meeresbewohner landen, sie verhungern lassen, unfruchtbar und krank machen, oder zuzuschauen, wie die giftigen Gase in den Himmel entweichen und die Luft verpesten. Eine weitere Gefahr für die Meeresbewohner stellen die vielen verlorengegangenen und im Meer herumschwebenden Fischernetze dar, Säugetiere müssen darin hilflos ersticken und Fische verfangen sich in ihren Maschen, aus denen sie sich nicht mehr befreien können.

In Dalmatien habe ich in manchen Hafenstädten Tafeln aufgestellt gesehen, auf denen genau verzeichnet ist, in welcher Entfernung vom Land man Kompostabfälle entsorgen kann, wie lange ein Papiertuch, ein Zigarettenstummel, Glas oder eine Metalldose brauchen, bis sie sich aufgelöst haben. Tage, Monate, Jahrzehnte – oder, wie etwa Plastik, Jahrhunderte! Aber wer macht sich schon darüber Gedanken! Längst haben wir akzeptiert, dass Bananen eben von Kindern geerntet werden, dass Avocados tausende Kilometer Transportwege bis zu uns zurücklegen, dass Mangos x-Mal mit Chemikalien behandelt werden, bevor sie gerade noch genießbar in unseren Regalen landen (ein karibischer Bürger hat sich einmal so geäußert: Zuerst vergiftet ihr die Bananen und dann esst ihr sie!); auch haben wir uns damit abgefunden, dass fast jedes Kleidungstück, dass wir erwerben, egal ob billig oder teuer, unter menschenunwürdigen Bedingungen, unter gesundheits- bis existenzgefährdenden Umständen hergestellt wurde. Ja, wir nehmen all das einfach hin und sind noch dazu überheblich und vielleicht sogar ein bisschen gegen die Ausländer, die zu uns kommen, und an unserem – wohlverdienten? – Wohlstand etwa mitnaschen wollen!

In der Nacht zum 21. Jänner liegen Herbert und ich zu zweit an Deck und blicken gen Himmel – am klaren Firmament vollzieht sich die totale Mondfinsternis. Der Mond wurde zunehmend orange, schien näher zu kommen und größer zu werden, zum ersten Mal erschien er mir faszinierend dreidimensional als echter Planet. In meinem Kopf erklingt der Song Louis Armstrongs What a wonderful world!

Dann kam der Tag des Aufbruchs, mein Magen fühlte sich an wie vor einer Prüfung, schließlich hatte ein befreundetes Boot zwei Tage zuvor einen Unfall in den Schleusen und wurde an die Schleusenmauer gedrückt – es kann immer ein Fehler passieren, man ist von den Booten, mit denen man vertäut ist, mit abhängig. Segelboote werden meist zu zweit oder zu dritt durch die Schleusen geführt. Am ersten Tag geht es durch drei Schleusen hinauf bis zum riesigen Gatun-See, wo wir unter einem sternenübersäten Himmelszelt die Nacht verbringen. Der Abend wird jazzig – John von der GEORGIA B., der uns als Linehandler hilft, ist in diesem Metier zu Hause. Herbert sucht in seiner riesigen Musikdatei fieberhaft nach Namen, die John nennt und wir noch nie gehört haben, und es gibt großes Gelächter, wenn Herbert einen zufälligen Treffer landet, den er in seiner gewohnt humorvollen Art als seinen Lieblingssong verkauft! Es war ein Genuss, diesem Spaß zuzuhören!

Am nächsten Tag werden wir durch die Miraflores-Schleusen wieder abwärts befördert, bis auf das Niveau des Pazifiks. Langsam schließt sich das riesige eiserne Tor zum letzten Mal hinter uns und das Wasser beginnt abzufließen, die Leinen müssen unter genauer Anweisung mit Gefühl und manchmal ganz schön viel Kraft nachgegeben werden und dürfen sich ja nicht verknoten – das könnte gefährlich werden – bis wir tief in der dunklen Schleuse liegen, mit zwei Segelschiffen an unserer Seite und einem riesigen Frachtschiff hinter uns, das links und rechts nur noch ein paar Zentimeter Platz hat. Glocken ertönen, und die Tore beginnen sich wieder zu öffnen, um unser Schiff in den Pazifik zu entlassen. Etwas wie ein erhabenes Gefühl durchflutet mich und riesige Freude breitet sich in mir aus! Wir haben es geschafft, alles ist gut gegangen und eine neue Welt liegt vor uns!

Las Perlas

Gut 30 Seemeilen südlich von Panama City liegen die „Las Perlas“, ein Archipel vulkanischen Ursprungs mit unzähligen kleinen Inseln, Riffen, Felsen die aus dem Wasser lugen, hellen und dunklen Sandstränden, gesäumt von Palmen und Regenwald.  Eine gute Woche hüpfen wir hier von einem Ankerplatz zum nächsten, meistens liegen wir völlig alleine, andere Boote sind hier Mangelware.  Wir hängen das Dinghi nicht mehr an die Stahlleine und die Luken bleiben in der Nacht offen, keine Überfälle in Sicht. Die Landschaft ist großartig, die Ankerplätze sind „scenic“, wie in unserem nautischen Panama-Handbuch sehr treffend beschrieben. Erinnerungen an die Ionischen Inseln in Griechenland kommen hier auf, kurze Segelstrecken, geschützte Buchten, ruhiges Wasser, und ein schöner Segelwind, der pünktlich am Nachmittag einsetzt und am Abend wieder einschläft. Anker auf, Segel setzen und von Kalamos nach Kioni zischen, Anker fallen, fertig. Nur dass es hier keinen Kalamos-George gibt und keine Flotillen in Kioni, keinen Hafen, keine Tavernen (naja, mit ein paar Ausnahmen) und – zu unserem Leidwesen – meistens trübes Wasser.

Das Meer ist in ständiger Bewegung, der große Golf von Panama ist seicht und die Gezeiten sind kräftig. Beinahe vier Meter kann der Unterschied zwischen Hoch- und Niederwasser ausmachen, da rauscht dann bei Flut ein Strom mit bis zu zwei Knoten nach Norden und bei Ebbe geht es wieder zurück nach Süden, hin und her, alle sechs Stunden. Da heißt es auch beim Ankern die Gezeiten im Auge behalten, will man nicht versehentlich trockenfallen.  Dieses Herumgewirbel sorgt für viele Schwebeteilchen im Wasser und die Sicht ist oft gleich Null, damit ist das Schwimmen für mich Geschichte, ich plantsche nur im Meer herum wenn ich den Grund sehe, Tadeja ist (oder vielmehr war) hier mutiger, aber seit in einer Bucht an zwei Tagen ein großes Krokodil ums Boot geschwommen ist, bleibt auch sie lieber am sicheren Schiff (und wenn sie schwimmen geht dann muss der Krok-Ausguck besetzt sein).  Die Fauna verwöhnt uns auch mit weniger gefährlichen Tieren, wir sehen Iguanas, Delphine, einen großen Wal, rund um uns fischen die Pelikane mit ihren spektakulären Sturzflügen und dem großen Platsch, wenn sie ins Wasser eintauchen (auch wir fangen einen schönen Fisch, der uns für zwei Tage ein köstliches Mahl beschert, aber ohne Sturzflug und Platsch), über uns fliegen Papageien und – wenn wir uns auf den Strand wagen – dann versuchen uns die Sandfliegen in Sekundenschnelle sämtliches Blut auszusaugen. Rekordhalter bei den Sandfliegen ist Tadejas Rücken, er hat bei einem einzigen Ausflug über 70 Stiche gesammelt. Sandfliegen sind teuflische kleine Tierchen, „No See Um“ heißen sie auch, weil sie so klein sind dass man sie so gut wie nicht sehen kann. Aber Spüren, das ist kein Problem, Spüren kann man sie mehrfach. Zuerst weil der Biss schon weh tut und dann haben diese Monster noch einen Juck-Nachbrenner, der manchmal erst zwei Tage später zündet. Mir vermiesen die „No See Ums“ jedenfalls die Strandspaziergänge.

Ins Wasser gehen wir also nicht, weil es erstens zu kalt ist (für mich Warmsegler zumindest, für Tadeja natürlich nicht, aber die geht ja auch im April in Vösendorf im Badesee schon schwimmen, kaum dass die ersten Eisläufer im Eis eingebrochen sind) und weil wir zweitens sonst vom Krokodil gefressen werden, die Traumstrände meide ich, weil dort die Vampire sind, also vertreiben wir uns die Zeit am Schiff mit Lesen, abends einen Film ansehen, Kochen und Reparieren. Diesmal ist der Wellengenerator dran (der soll nicht Wellen machen sondern Strom, und zwar wenn die Schraube und damit die Welle sich beim Segeln durch den Wasserwiderstand dreht, dann wird hier eine eigene Lichtmaschine über einen Keilriemen angetrieben, und die macht dann Strom). Das Ding sollte sich ab ca. drei Knoten schon einschalten lassen, tut es aber nicht und wird daher zur Strafe ausgebaut und zerlegt. Die Kontakte sind korrodiert und der Regler macht einen bemitleidenswerten Eindruck, das Kunstharz, mit dem die Elektronik vergossen ist, hat anscheinend beschlossen sich aufzulösen und in klebrigen Tropfen langsam in die Freiheit zu rinnen. Der Regler wird getauscht, die Kohlen dabei gleich mit ersetzt, wenn das Teil schon offen ist, und alles wieder eingebaut. Geschätzter Zeitbedarf: eine knappe Stunde. Tatsächlich: 5 Stunden. Das Bootsche Gesetz sagt ja auch ganz deutlich, dass eine kleine Reparatur am Boot frühestens zum Abendessen fertig wird, unabhängig davon, wann man damit beginnt.  Jetzt geht wieder alles, ich habe in den letzten Jahren schon einen Instinkt dafür entwickelt, wo die nächsten Probleme zu erwarten sind und die Ersatzteile dafür vorbereitet.

Jetzt bin ich doch beim Schreiben glatt schon wieder in den „was hab ich alles reparieren müssen“ Modus gekommen, Stop, Themenwechsel! Mateja, wir denken an Dich! Neue Liebesgeschichten gibt es zwar nicht, auch keinen Marinatratsch, aber zumindest vom Essen gibt’s was zu berichten, und vom Wetter…:

Kulinarisch geht es uns blendend, wir haben unsere Ernährung wieder auf Fisch umgestellt, selbst gefangen oder vom Fischer gekauft. In Kokosmilch eingelegte Fischfilets, mit Sesamkruste gebraten, das ist Tadejas neueste köstliche Kreation, schmeckt hervorragend, ist gesund und preiswert. Zwei Dollar kostet ein großer Fisch beim Fischer, bei dem wir nur von den Filets zwei große Mahlzeiten haben. Zwei Dollar kostet in dem kleinen Fischerdorf, in dem wir uns verproviantieren, so ziemlich alles. Eine Staude Bananen, Kochbanananen, ein großer Sack Zitronen,  Papayas, was auch immer so auf den Bäumen hier wächst. Alles zum Einheitspreis, ist einfacher zum Rechnen.

Das Klima hier im Pazifik ist für uns sehr angenehm, die Nächte sind kühl, die Luft ist trocken, kein Tropfen Regen ist bisher gefallen. Ein paar Meilen weiter nördlich, auf der anderen Seite vom Panama Kanal, in der Karibik, da ist es heiß und schwül, hier ist es wie in Griechenland im September, damit sind wir einverstanden. Es ist eine andere Welt hier, im einsamen Pazifik, ganz anders als die überlaufene Karibik, und auch damit sind wir einverstanden. Wir freuen uns, wenn wir einmal ein anderes Segelboot sehen, mit Ausnahme der „Ferieninsel Contadora“, wo viele Panamesen das Wochenende verbringen, sind die Lackners unter sich. Wenn das Wasser hier nur klar wäre und die Sandfliegen beschließen würden auszusterben, es wäre ein Paradies …

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